Mitternachtsturnier SG Geltow 2012


So liebe Sportsfreunde! Wieder einmal haben es ein paar Mitglieder vom TuS Hohenschönhausen geschafft unseren mittlerweile immer bekannter werdenden Verein würdig zu vertreten. Am Samstag, den 18.08.2012, fand das Mitternachtsturnier bei der SG Geltow statt, das so langsam schon eine Tradition hat, da es bereits zum 13. Mal ausgetragen wurde. John und Markus aus der 2. Herrenmannschaft haben zusammen mit Anja aus der 2. Damenmannschaft, die noch auf einen freien Partner vor Ort zum Spielen hoffte, den weiten Weg bis nach Geltow auf sich genommen, um an der Leistungsklasse B teilzunehmen, die bis 3. Landesklasse bzw. Kreisliga begrenzt war. Anja fand zum Glück noch einen freien Partner und konnte mit Markus Machowsky aus Geltow an den Start gehen. Turnierstart war um 19:00 und wie lange der Abend gehen sollte, war vorher keinem unserer Spieler so recht bewusst. Spielsystem war ein Zweiermannschaftssystem, das in der Gruppenphase nur 2 Einzel und ein Doppel vorsah, in der KO- Phase jedoch nach dem Davis-Cup (2 Einzel – Doppel – 2 Einzel) durchgeführt wurde. Gespielt wurde an 9 Tischen in einer Halle, die einen exzellenten Boden aufwies. Die ersten Eindrücke der gegnerischen Spielstärke waren doch recht einschüchternd, da sich der Großteil der anwesenden Spieler mit einem recht hohen Niveau präsentierte. Ob dies auch in den Spielen so blieb, sollte der weitere Turnierverlauf zeigen: John und Markus hatten eine 4er-Gruppe, Anja eine 5er-Gruppe. Aus allen Gruppen kamen jeweils die ersten 3 Teams weiter. Das erste Spiel war sowohl für Markus als auch für John eine Zitterpartie. Während Markus sich trotz großer Nervosität 3:0 durchsetzen konnte, machte John es bis zum Ende des 5. Satzes spannend. Das Doppel wurde dann souverän gewonnen, indem Markus nahezu jeden Ball punktbringend angriff. Die Gegner waren sichtlich überrascht von der plötzlichen Sicherheit unserer Jungs. Das zweite Spiel sollte nicht so locker von der Hand gehen. Es wurde zuerst Doppel gespielt, die Gegner hatten einen Spieler mit langer Noppe auf der RH und einen Kurznoppenspieler, der öfter auch mal je nach Belieben den Schläger drehte. Trotz mehrerer Führungen wurde das Doppel 2-3 verloren. Markus gewann nach kurzer Gewöhnungsphase an das gegnerische Langnoppenspiel sein Einzel 3-1. Johns Gegner machte ihm mit zeitweise bis zu 4 nicht mal mehr theoretisch retournierbaren “Netzstoprollern” pro Satz das Leben schwer. Leider verlor er ganz knapp mit 2-3, da er den offensiven Spielstil, der gegen diesen Gegner nötig war, nicht konsequent durchziehen konnte. Ergebnis 1:2. Das letzte Spiel der Gruppe war dann einfacher und wurde ein 3:0 gegen Andy Vetter und Franziska Händel. Mit 2:1 Spielen waren die Jungs somit sicher Gruppenzweiter. Nun zu Anja: Anja hatte leider das Pech, dass ihre Gruppe im hinteren Teil der Halle gespielt wurde, wo die Sonne auf der einen Seite so eklig schien, dass man nahezu nichts sah. Ihr erstes Spiel konnte sie trotz einer 2:0 Führung leider nicht gewinnen, da ihr Gegner nach einer Eingewöhnung an seinen neuen Schläger den letzten Teil des 5. und entscheidenden Satzes nicht auf der „Sonnenseite“ spielen musste. Somit verlor Anja knapp mit 2:3. Ihr Partner gewann sein Einzel und es stand 1:1. Im Doppel war Anja noch leicht enttäuscht von ihrer Niederlage im Einzel, da es so schon 2:0 stehen könnte und das Match gewonnen gewesen wäre. So spielte sie allerdings leicht kopflos im Doppel und auch dies wurde knapp verloren. Das zweite Spiel konnte gewonnen werden, da Anjas Partner sein Einzel gewann und das Doppel ebenfalls geholt wurde. Zwischenstand nach Spielen: 1-1. Im dritten Spiel musste Anja gegen den späteren Achtelfinal-Einzelgegner von Markus spielen. Dieser hatte zwar das Auftreten eines Freizeitspielers und eine Körperspannung, als wäre ihm alles egal, aber sobald er mal Lust auf einen Ballwechsel bekam, hatte man meistens das Nachsehen. Trotz vollen Einsatzes konnte Anja nur einen Satz gegen ihn holen. Das Einzel gewann Anjas Partner recht sicher, da er gegen den wahrscheinlich schwächsten Spieler des Turniers spielte. Im Doppel gab es dann leider ein paar Unstimmigkeiten untereinander und gegenseitige Vorwürfe über den jeweiligen Spielstil sorgten dann dafür, dass man ein an sich machbares Doppel abgab. Das letzte und entscheidende Spiel war dann gegen den späteren Turnierzweiten. Anja spielte gegen den schwächeren von beiden. In Anbetracht der Situation und noch mit den Gedanken beim letzten Doppel verpasste sie den Beginn des Spiels und konnte erst zu spät so richtig durchstarten. Trotz alledem spielte sie noch eine sehr starke letzte Phase mit technisch guten Bällen, doch es reichte nicht mehr. Ihr Partner musste gegen den stärksten Spieler des Turniers ran aber ging sang und klanglos unter. Mit 0:2 war das Match somit schon verloren. Insgesamt war das 1:3 in der Gruppe leider nicht ausreichend und Anja samt Partner waren aus dem Turnier raus. Nach einer etwas längeren Pause ging es dann mit dem Achtelfinale weiter. Markus fing mit seinem Einzel an und ging recht deutlich mit 0:2 in die Defensive, da sein Gegner fast jeden noch so schnellen Topspin in die jeweils freie Tischhälfte blocken konnte. Nach einem Taktikwechsel auf ausschließlich platzierte, effetvolle langsamere Topspins gelang dann die Wende. Den 5. Satz führte Markus zwischenzeitlich sogar mit 8:0! 3:2 Sieg für Markus. John hat keinerlei Probleme mit seinem noch recht unsicheren Noppengegner und gewann 3:0! Das Doppel wurde dann durch aufkommende Konzentrationsschwächen nur 3:1 gewonnen, wodurch das 3:0 für den Einzug ins Viertelfinale gesichert wurde. Im Viertelfinale war der Gegner dann vom TTC Borussia Spandau, Faruk Dullovi und Tobias Hahn, zwei Jugendspieler mit einem technisch sehr starken Spiel. Markus kannte seinen Gegner Faruk aus der Herren C Konkurrenz der Spandauer Meisterschaften und wusste daher, was zu tun war. Ein Spiel auf für unsere Verhältnisse sehr hohem Niveau mit wunderschön anzusehendem Aufschlag-Rückschlag-Spiel, das Markus 3-1 gewinnen konnte. John hingegen kannte seinen Gegner nicht, schaffte es aber trotzdem ihn mit unglaublich vielen “Krücken” an den Rand des Wahnsinns zu treiben. Dieser fand nicht mehr zu seiner gewohnten Form und unterlag John mit 0:3. Das Spiel endete genauso, wie es anfing: natürlich mit einem fiesen Netzroller! Das war wohl Johns Art sich für das Pech in seinem einen Gruppenspiel zu revanchieren 2:0 Polster für die Jungs. Das Doppel ging dann in einem sehr spannenden Spiel leider 2:3 verloren und endete mit einem genialen RH-Gegenzieher von Faruk, der durch eine Netzberührung unhaltbar war. Ein Punkt fehlte noch für den Sieg. Diesen konnte Markus mit einem 3:1 Sieg gegen Tobias Hahn einheimsen. Jedes der 5 Spiele in diesem Aufeinandertreffen strotzte nur so von guten Ballwechseln. Man einigte sich darauf, dass das definitiv ein vorgezogenes Finale war, das nur durch die eine Gruppenniederlage unserer Jungs zustande kam. Das Halbfinale war dann weniger spektakulär: Markus spielte gegen einen Langnoppenspieler, gegen den er auf dem Papier recht sicher 3:0 gewann, obwohl die Sätze ausschließlich zu 9 gewonnen wurden. John “krückte” wieder ein wenig rum und gewann klar 3:0 gegen einen im Spielverlauf resignierenden Gegner. Das Doppel wurde dann ein wenig verpennt, was den Sieg kostete. Markus konnte dennoch sein Einzel flott gewinnen und das Finale stand bevor. John war mittlerweile völlig entkräftet, da es bereits kurz vor 4Uhr nachts war. Das Finale war zum Glück gegen ein Team, das einerseits den stärksten Spieler des Turniers beinhaltete, der mal in der Landesliga bei Staaken in der 2. Mannschaft gespielt hat und der 1. Mannschaft in der Verbands- und Oberliga aushalf, zum anderen aber einen Spieler hatte, der für sowohl Markus als auch John locker schlagbar war. Die Taktik der Jungs war es deshalb alle Kräfte in das Doppel zu stecken, da man so 3:1gegen das Team gewinnen kann. Die Glücksfee entschied und John durfte zuerst gegen den „staarken“ Gegner spielen. Da er sich ohnehin chancenlos sah, sparte er sich seine Kräfte wie geplant fürs Doppel. Markus konnte kurz und schmerzlos 3:0 gewinnen. Das Doppel lief dann überraschend einfach. John und Markus gewannen 3:0 im Doppel, da selbst der übermächtige Gegner doch auf seinen schwächeren Partner angewiesen ist, der keinen Aufschlag der Jungs gefährlich retournieren konnte. Nun kam es darauf an, dass beim Stand von 2:1 John sein Einzel gewinnt. Markus kämpfte noch einmal in seinem letzten Einzel, doch auch er war mittlerweile am Ende seiner Kräfte angelangt, da er im Doppel nochmal alles gab. Ein technisch sehr schönes Spiel mit einigen Topspinrallies wurde gegen den bisher ungeschlagenen Gegner abgeliefert. Am Ende reichte es leider nur für einen Satz, weil sowohl physisch als auch psychisch die Luft raus war. 1:3 Niederlage für Markus, das erste und einzige verlorene Einzel von 10 in diesem Turnier. John musste nochmal alles geben, da ihm nun immer mehr leichte Fehler passierten. Er und sein Gegner krochen auf dem Zahnfleisch. Es war kurz vor halb 5 Uhr morgens und John verlor nach einer 2:1Führung nochmal einen Satz. Im 5. Satz war es bis zum 8:8 megaspannend, da sich keiner der beiden so recht geschlagen geben wollte. Doch dann biss John nochmal die Zähne zusammen und machte den Sack mit 11:8 zu ! 3:1Sieg im Finale für John und Markus, weil Johns Spiel zuerst zählte, da er in diesem Spiel aus taktischen Gründen an 1 gesetzt wurde. Damit war der Turniersieg sicher ! Es wurden insgesamt jeweils 10 Einzel von Beiden und zusammen 7 Doppel auf rund 10 Stunden des Spielens verteilt. Am Ende gab es einen wunderschönen Glaspokal, der seinesgleichen sucht und für beide eine Flasche Champagner. Die gewünschte Titelverteidigung im nächsten Jahr bleibt fraglich, da es einstimmig als das anstrengenste Turnier für unsere 3 eingestuft wurde. Irgendwann gegen 6:30 war man dann in den Federn…
Eric schrieb am 3.9.2012 um 11:43

also klein war der nicht ^^
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